Auftaktveranstaltung 8. Kölner Demenzwochen

15.September2020

 

Wir möchten Sie auf die 8. Kölner Demenzwochen aufmerksam machen. Wie in jedem Jahr, gibt es auch in diesem Jahr zur Eröffnung eine Auftaktveranstaltung. Sie findet am Freitag, den 18. September 2020 statt.

In Zeiten einer Pandemie ist alles anders, als wir es gewohnt sind. Dies hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Viele pflegende Angehörige waren in den letzten Wochen und Monaten noch größeren Belastungen ausgesetzt, als es die Pflege sowieso schon mit sich bringt. Die Auftaktveranstaltung stellt die Situation von Angehörigen von Menschen mit Demenz daher in den Fokus.

Herr Prof. Dr. Andreas Kruse von der Universität Heidelberg wird einen Vortrag „Pflege für die Pflegenden“ halten. Auch die Demenzaktivistin Sophie Rosentreter konnten wir für einen Vortrag gewinnen. Sie wird zum Thema „Demenz mit Leichtigkeit begegnen“ sprechen.

Da wir in diesem Jahr auf Grund der Coronaschutzverordnung keine Veranstaltung vor großem Publikum stattfinden lassen können, wird die Auftaktveranstaltung live ins Internet übertragen.

Hiermit laden wir Sie ein, auch virtuell an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen und so gemeinsam mit uns die 8. Kölner Demenzwochen zu eröffnen.

Datum: 18. September 2020
Uhrzeit: 10.00 bis 12.00 Uhr
Ort: https://alter-pflege-demenz-nrw.de/livestream

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos möglich. Es ist keine Registrierung notwendig. Die Übertragung kann über den o.g. Link aufgerufen werden. Sie benötigen zur Teilnahme lediglich einen Laptop, PC, Tablet oder Smartphone mit Lautsprecher so wie eine Internetverbindung.

 

Das gesamte Programm der Kölner Demenzwochen finden Sie unter

www.koelner-demenzwochen.de

 

Film "Auofahren und Demenz"

15.August 2020
 
Selbstständiges Autofahren bedeutet für viele Menschen Unabhängigkeit
und die Chance, an vielerlei Aktivitäten teilhaben zu können. Eine
Demenzerkrankung beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit zunehmend. Doch die
Betroffenen wollen auf diese Form der Mobilität oft nicht verzichten. Ein
neuer Film der Initiative Demenz Partner zeigt den Angehörigen der
Erkrankten verschiedene Lösungswege auf, wie sie mit Konflikten zu diesem
Thema umgehen können.

Der Film „Autofahren und Demenz“ steht allen Interessierten kostenfrei
zur Verfügung
auf der Homepage der Initiative Demenz Partner:
 

"Demenz - Wir müssen reden" Virtuelle Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag

15. August 2020

Am 21. September 2020 von 15 bis 17 Uhr per zoom Meeting

Mit einer virtuellen Veranstaltung greift die DAlzG am Welt-Alzheimertag
das diesjährige Motto „Demenz – wir müssen reden!“ auf. Im ersten
Teil wird es um den Stand der Prävention und Behandlung aus
medizinisch-wissenschaftlicher Sicht gehen. Ein Mitglied unseres Beirats
„Leben mit Demenz“ spricht darüber, weshalb es ihm wichtig ist an die
Öffentlichkeit zu treten. Im zweiten Teil geht es dann um das Thema
„Demenz in Zeiten von Corona - und darüber hinaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich bei:
info@deutsche-alzheimer.de (Link: info@deutsche-alzheimer.de

Hier können Sie den Programmflyer herunterladen

Experteninterview des Forum Bad Godesberg zum Thema Demenz

31.7.2020

Das hier abrufbare Experteninterview wird mit Dr. Ursula Sottong,
der Leiterin der Fachstelle Demenz an der Malteser Zentrale in Köln geführt.
Das Interview ist in vier Teile gegliedert.
Im ersten Teil geht es um das Krankheitsbild, der zweite Teil fragt aus
der Perspektive der Angehörigen u.a. nach dem Umgang mit
Orientierungsstörung und Aggression. Der dritte Teil behandelt die Teilhabe
dementiell Erkrankter an der Gemeinschaft und der vierte Teil greift auf, wie eine
demenzsensible Gesellschaft möglich wird und welche Schwierigkeiten
sich aus der derzeitigen Corona-Krise ergeben.

Mit dem folgenden Link geht es zum Interview

Dr. Ursula Sottong

 

20. Juli 2020

Nationale Demenzstrategie im Bundeskabinett: Startschuss für koordinierte Maßnahmen aller Beteiligten

Berlin, 30. Juni 2020. Nach über einem Jahr gemeinsamer Arbeit verschiedener Akteure wird das Bundeskabinett morgen die Nationale Demenzstrategie (NDS) beschließen. Damit gibt die Bundesregierung den Startschuss für eine Vielzahl von Maßnahmen für eine verbesserte Teilhabe und medizinische sowie pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz, die stärkere Unterstützung der Angehörigen sowie die Förderung der Forschung.

Unter Federführung der beiden Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Gesundheit haben weitere Ministerien, die Bundesländer und Kommunen, Selbsthilfeorganisationen der Betroffenen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Wissenschaft, die medizinischen und pflegerischen Leistungserbringer sowie die Sozialversicherungsträger an der NDS gearbeitet und sich nun verpflichtet, die 162 Einzelmaßnahmen durchzuführen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) als Vertreterin von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen war in der Steuerungsgruppe als Co-Vorsitzende aktiv.

„Es ist gut, dass die Nationale Demenzstrategie kommt und das Thema – wie in anderen Ländern auch – endlich eine angemessene Bedeutung erhält“ sagt Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG. „Der Prozess war ein zähes Ringen und wir hätten uns für die Strategie mehr verbindliche Maßnahmen mit entsprechender finanzieller Förderung gewünscht. Wir erwarten, dass jetzt alle Beteiligten zeitnah mit den verabredeten Maßnahmen der Initiative beginnen. Die NDS gibt dafür den Rahmen vor, damit die Akteure besser zusammenarbeiten können.“

Handlungsfelder (HF), in denen die Maßnahmen beschlossen wurden

HF 1: Strukturen zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz an ihrem Lebensort aus- und aufbauen

HF 2: Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen

HF 3: Medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz weiterentwickeln

HF 4: Exzellente Grundlagen- und Anwendungsforschung zu Demenz fördern

 

 

 17. Mai 2020

 

Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Demenz“

 

1. Was bedeutet der Begriff „Demenz“?

Aus dem Lateinischen übersetzt: „ohne Verstand“. Demenz ist ein Oberbegriff, der verschiedene mit dem Hauptmerkmal Vergesslichkeit behaftete Erkrankungen beinhaltet. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung (ca. 60 %).

 

2. Wie häufig ist die Demenz?

Z. Zt. leben etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Die Tendenz ist durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft steigend.

 

3. Welche Demenzformen gibt es außer der Alzheimererkrankung noch?

Die häufigsten Formen sind:
  • Hirndurchblutungsstörungen infolge von Arterienverkalkung (10-20%)
  • krankhafte Ablagerungen von Eiweißkörpern in verschiedenen Hirnarealen (Lewy-Körper-Demenz, frontotemporale Demenz) (10%)
  • Mischformen sind häufig
  • symptomatische und damit behandelbare Ursachen sollten ausgeschlossen werden, z.B.
    • Depression
    • Vitaminmangel (B1, B6, B12)
    • Alkoholerkrankung
    • Schilddrüsenerkrankung
    • das Gedächtnis beeinträchtigende Medikamente (z.B. Schlafmittel)

4. Wie wird die Diagnose gestellt?

Folgende diagnostische Bausteine sind wichtig, die zusammengesetzt eine Diagnose erlauben:
  1. Erhebung der Symptome und der Vorgeschichte
  2. Neurologische Untersuchung
  3. Gedächtnisuntersuchung mittels neuropsychologischer Testung
  4. Laboruntersuchungen
  5. bildgebende Verfahren des Gehirns (CCT, MRT)
  6. evtl. Untersuchung des Gehirnwassers (Liquor)

5. Kann man einer Demenz vorbeugen?

Die Demenz ist eine Erkrankung vorwiegend älterer Menschen. Folgende Faktoren können den Beginn einer Demenzerkrankung zeitlich hinausschieben:
  • gesunder Lebensstil mit mediterraner Kost
  • regelmäßige körperliche und geistige Aktivität
  • soziale Kontakte
  • konsequente Behandlung von Bluthochdruck und Zuckerkrankheit

6. Was ist eine normale Altersvergesslichkeit und wann ist es Demenz?

Ein schlechteres Kurzzeitgedächtnis, langsamere Reaktionen und ein schlechteres „Multi-Tasking“ finden sich häufig mit zunehmendem Alter. Wenn folgende Beschwerden über mehrere Monate sich langsam verschlechtern, sollte ein Arzt aufgesucht werden:
  • zeitliche und örtliche Orientierungsschwierigkeiten
  • zunehmende Lücken im Kurzzeitgedächtnis
  • Probleme bei alltäglichen Tätigkeiten (Ankleiden, Zubereiten einer Mahlzeit)
  • Sprach- und Schreibschwächen
  • sozialer Rückzug
  • Veränderung des persönlichen Charakters

7. Wie werden Demenzen behandelt?

Die Behandlung der Demenz basiert auf einer frühzeitigen Diagnose und richtet sich nach der Ursache wie folgt:
  • Symptomatische Demenz: Korrektur des Auslösers (z.B. Vitamin-Substitution)
  • Vaskuläre Demenz: Verbesserung der vaskulären (gefäßbedingten) Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes)
  • Alzheimer Demenz: bisher keine ursächliche Behandlung; in Frühstadien werden Acetylcholinesterase-Hemmer eingesetzt, bei stärkeren Einbußen der Wirkstoff Memantin. Die Medikamente sollen Gedächtnis und Alltagsfertigkeiten verbessern.
  • Ergotherapie oder Logopädie können als nicht-medikamentöse Behandlung eingesetzt werden.

Mit weiteren Medikamenten kann versucht werden, das Befinden (Stimmung, Angst, Unruhe, Gereiztheit) und die Alltagsfertigkeiten von Menschen mit Demenz zu verbessern.

 

8. Wie gehen Sie mit Demenzbetroffenen um?
  • immer freundliche und ruhige Zuwendung
  • einfache Sprache, kurze Sätze
  • keine Überforderung
  • keine ständigen Korrekturen des Verhaltens oder von Äußerungen
  • persönliche Anwürfe ertragen, nicht persönlich nehmen, nicht reagieren
  • bei körperlicher Aggression möglichst den Raum verlassen

9. Wer entscheidet über medizinische Behandlungen?

In einem frühen Stadium der Erkrankung Menschen mit Demenz selber. Später die von ihr/ihm im Rahmen einer Vorsorgevollmacht beauftragte Person.

Liegt keine Vollmacht vor, die in gesunden Zeiten erstellt werden sollte, setzt das Familiengericht einen gesetzlichen Betreuer ein, der/die auch ein Familienmitglied sein kann.

 

10. Was können Selbsthilfegruppen leisten?

  • Das gemeinsame Gespräch und der Austausch von Erfahrungen können entlastend wirken und helfen bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung

  • Tipps im Umgang mit betroffenen Angehörigen werden ausgetauscht

  • Unterstützungsangebote und die damit gemachten Erfahrungen werden bekannt

 
11. Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es für Menschen mit Demenz?
  • Ambulante Pflegedienste

  • Tagespflegeeinrichtungen

  • Alltagsbegleitung

  • Kurzzeitpflege im stationären Bereich

  • für Demenzbetroffene in fortgeschrittenen Krankheitsstadien Pflegeheime oder Wohngemeinschaften

Adressen für Bonn/Rhein-Sieg finden sich z. B. hier:
  • Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V.  Telefon 0228 94499466 oder 0228 38 62 85 3, E-Mail info@alzheimer-bonn.de
  • Bonner Altenhilfe  Telefon  0228-776463, E-Mail altenhilfe@bonn.de
  • im Seniorenwegweiser Rhein-Sieg http://seniorenwegweiser.eu/seniorenbroschuere/seniorenwegweiser-rhein-sieg-kreis
 

12. Haben Menschen mit Demenz Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung?

Bei medizinisch gesicherter Diagnose: Ja!

Der Pflegegrad richtet sich nach dem Unterstützungsbedarf im Alltag.

Anträge stellen Sie bei der Krankenkasse mit Hilfe des Hausarztes oder einer Beratungsstelle.

Auch ein Antrag auf Schwerbehinderung kann gestellt werden.

 

13. Wo bekommen Sie bei weiteren Fragen weitergehende Unterstützung?

  • Hausärzte
  • Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V.  Telefon 0228 94499466 oder 0228 38 62 85 3, E-Mail info@alzheimer-bonn.de
  • Bonner Altenhilfe  Telefon  0228-776463, E-Mail altenhilfe@bonn.de
  • Sozialpsychiatrische Zentren (SPZ) im Rhein-Sieg-Kreis  Telefon 02241 17780
    E-Mail skm@skm-rhein-sieg.de
     

14. Haben Sie ein Anrecht, die Diagnose zu erfahren?

Ja. Aber Sie dürfen auch auf Aufklärung verzichten.

 

 

Buchtipp

Frau Wolff wird wunderlich
Clara Wolff tut seltsame Dinge: Unverhofft steht sie im Garten ihres Sohnes und weiß nicht, wie sie hergekommen ist. Ehemals treusorgende Ehefrau, fängt sie an, Haushalt und Gatten zu vernachlässigen. Was ist nur los mit Frau Wolff? Alzheimer? Ein Wechselbad der Gefühle erleben Clara Wolff und ihre Familie, bis die Diagnose steht: Lewy-Body-Demenz. Über Phasen der Bagatellisierung, des Unverständnisses, der Wut und Trauer gelingt es allen schließlich, die Krankheit zu akzeptieren. Denn Clara Wolff bleibt in ihrer neuen Welt die alte: unternehmungslustig und liebenswert. Peter Wolffs Ratgeber zu Demenz macht mit der lebendigen Geschichte seiner Mutter Angehörigen von Menschen mit Demenz Mut, das Unabänderliche anzunehmen und schöne, ja auch komische Momente gemeinsam fröhlich zu genießen.

Peter Wolff, Köln, war als Betriebswirt tätig. Seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte er als freier Mitarbeiter bei der „Kölnischen Rundschau“ und beim „Kicker Sportmagazin“.

Meine Frau, die Demenz und ich

Die demente Ehefrau des Autors bekam 2017 die Diagnose Demenz. Auch wenn in den Monaten davor ihr Verhalten eigentlich auf altersbedingte Vergesslichkeit hindeutete, wurde der Umgang mit ihr immer schwieriger. Ihre Agressivität nahm zu, und die Unsicherheit wuchs. Der Autor schildert das Leben mit seiner kranken Ehefrau zu Hause, im Krankenhaus und im Seniorenheim. Das Auf und Ab der Launen und Gefühle der Kranken wird hier beschrieben. Der Autor schildert die Begebenheiten mit seiner Frau voller Emotionen, von Lachen und Weinen und mit aller Liebe. Das Buch geht an manchen Stellen unter die Haut. Alle Angehörigen von demenzkranken Partnern werden sich darin wiedersehen, alle anderen werden näher an diese teuflische Krankheit herangeführt.

Karl Heinz Elsner
Meine Frau, die Demenz und ich
12,90 €
ISBN-13: 9783962002541

 

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Migrapolis - Haus der Vielfalt
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Voranmeldung: 0228 - 3 862 853

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