20jähriges Bestehen der Alzheimer Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V.

 10.Oktober 2020

Pressemitteilung

Im Jahr 2000 wurde die Alzheimer Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V. federführend von Michael G. Streicher, selber betroffener Angehöriger, anderen Interessierten und Vertretern unterschiedlicher Berufe gegründet, um Information und Hilfe für Angehörige besser gewährleisten zu können.

Durch vielfältige Projekte wie Ausstellungen zum Thema „Neue Wohnformen“, Vorträge und die „Königshofer Gespräche“ wurde eine breite Öffentlichkeit erreicht.

Schon vor 20 Jahren waren es die Hauptanliegen, Aufklärung und individuelle Beratung für Angehörige von Menschen mit Demenz zu fördern und über die Krankheit „Demenz“ aufzuklären.

Seitdem hat das Thema “Demenz” in unserer Gesellschaft stetig mehr Beachtung erlangt.
Es entstanden zahlreiche Versorgungsstrukturen, Forschungszentren und ein Netz kommunaler Beratungsstellen.

Durch kostenfreie Angebote wie persönliche Beratung, Selbsthilfegruppen, Vorträge und die Mitwirkung in örtlichen Netzwerken leistet der Verein einen wichtigen Beitrag, dass diejenigen, die vergessen, nicht vergessen werden und ihre Angehörigen in der Begleitung Unterstützung erfahren. Inzwischen wurde auch eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenz gegründet.

In jüngster Zeit steht das Thema „Demenz im Krankenhaus“ im Fokus, zu dem die Alzheimer Gesellschaft unter Federführung des langjährigen Vorsitzenden Dr. med. Helge Güldenzoph, Geriater und Internist, bereits 2017 eine Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit dem DZNE Bonn veranstaltete.

Mit dem Projekt „Die Vorleser“, initiiert durch den seit 2019 neuen amtierenden Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft, Professor Dr. med. Andreas H. Jacobs, Chefarzt der Klinik für Geriatrie mit Neurologie am Johanniter Krankenhaus in Bonn, soll die Bedeutung der emotionalen und kognitiven Betreuung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus zur Vermeidung eines Delirs herausgestellt werden.

 

 

Film "Auofahren und Demenz"

15.August 2020
 
Selbstständiges Autofahren bedeutet für viele Menschen Unabhängigkeit
und die Chance, an vielerlei Aktivitäten teilhaben zu können. Eine
Demenzerkrankung beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit zunehmend. Doch die
Betroffenen wollen auf diese Form der Mobilität oft nicht verzichten. Ein
neuer Film der Initiative Demenz Partner zeigt den Angehörigen der
Erkrankten verschiedene Lösungswege auf, wie sie mit Konflikten zu diesem
Thema umgehen können.

Der Film „Autofahren und Demenz“ steht allen Interessierten kostenfrei
zur Verfügung
auf der Homepage der Initiative Demenz Partner:
 

Experteninterview des Forum Bad Godesberg zum Thema Demenz

31.7.2020

Das hier abrufbare Experteninterview wird mit Dr. Ursula Sottong,
der Leiterin der Fachstelle Demenz an der Malteser Zentrale in Köln geführt.
Das Interview ist in vier Teile gegliedert.
Im ersten Teil geht es um das Krankheitsbild, der zweite Teil fragt aus
der Perspektive der Angehörigen u.a. nach dem Umgang mit
Orientierungsstörung und Aggression. Der dritte Teil behandelt die Teilhabe
dementiell Erkrankter an der Gemeinschaft und der vierte Teil greift auf, wie eine
demenzsensible Gesellschaft möglich wird und welche Schwierigkeiten
sich aus der derzeitigen Corona-Krise ergeben.

Mit dem folgenden Link geht es zum Interview

Dr. Ursula Sottong

 

20. Juli 2020

Nationale Demenzstrategie im Bundeskabinett: Startschuss für koordinierte Maßnahmen aller Beteiligten

Berlin, 30. Juni 2020. Nach über einem Jahr gemeinsamer Arbeit verschiedener Akteure wird das Bundeskabinett morgen die Nationale Demenzstrategie (NDS) beschließen. Damit gibt die Bundesregierung den Startschuss für eine Vielzahl von Maßnahmen für eine verbesserte Teilhabe und medizinische sowie pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz, die stärkere Unterstützung der Angehörigen sowie die Förderung der Forschung.

Unter Federführung der beiden Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Gesundheit haben weitere Ministerien, die Bundesländer und Kommunen, Selbsthilfeorganisationen der Betroffenen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Wissenschaft, die medizinischen und pflegerischen Leistungserbringer sowie die Sozialversicherungsträger an der NDS gearbeitet und sich nun verpflichtet, die 162 Einzelmaßnahmen durchzuführen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) als Vertreterin von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen war in der Steuerungsgruppe als Co-Vorsitzende aktiv.

„Es ist gut, dass die Nationale Demenzstrategie kommt und das Thema – wie in anderen Ländern auch – endlich eine angemessene Bedeutung erhält“ sagt Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG. „Der Prozess war ein zähes Ringen und wir hätten uns für die Strategie mehr verbindliche Maßnahmen mit entsprechender finanzieller Förderung gewünscht. Wir erwarten, dass jetzt alle Beteiligten zeitnah mit den verabredeten Maßnahmen der Initiative beginnen. Die NDS gibt dafür den Rahmen vor, damit die Akteure besser zusammenarbeiten können.“

Handlungsfelder (HF), in denen die Maßnahmen beschlossen wurden

HF 1: Strukturen zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz an ihrem Lebensort aus- und aufbauen

HF 2: Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen

HF 3: Medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz weiterentwickeln

HF 4: Exzellente Grundlagen- und Anwendungsforschung zu Demenz fördern

 

Buchtipp

Frau Wolff wird wunderlich
Clara Wolff tut seltsame Dinge: Unverhofft steht sie im Garten ihres Sohnes und weiß nicht, wie sie hergekommen ist. Ehemals treusorgende Ehefrau, fängt sie an, Haushalt und Gatten zu vernachlässigen. Was ist nur los mit Frau Wolff? Alzheimer? Ein Wechselbad der Gefühle erleben Clara Wolff und ihre Familie, bis die Diagnose steht: Lewy-Body-Demenz. Über Phasen der Bagatellisierung, des Unverständnisses, der Wut und Trauer gelingt es allen schließlich, die Krankheit zu akzeptieren. Denn Clara Wolff bleibt in ihrer neuen Welt die alte: unternehmungslustig und liebenswert. Peter Wolffs Ratgeber zu Demenz macht mit der lebendigen Geschichte seiner Mutter Angehörigen von Menschen mit Demenz Mut, das Unabänderliche anzunehmen und schöne, ja auch komische Momente gemeinsam fröhlich zu genießen.

Peter Wolff, Köln, war als Betriebswirt tätig. Seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte er als freier Mitarbeiter bei der „Kölnischen Rundschau“ und beim „Kicker Sportmagazin“.

Meine Frau, die Demenz und ich

Die demente Ehefrau des Autors bekam 2017 die Diagnose Demenz. Auch wenn in den Monaten davor ihr Verhalten eigentlich auf altersbedingte Vergesslichkeit hindeutete, wurde der Umgang mit ihr immer schwieriger. Ihre Agressivität nahm zu, und die Unsicherheit wuchs. Der Autor schildert das Leben mit seiner kranken Ehefrau zu Hause, im Krankenhaus und im Seniorenheim. Das Auf und Ab der Launen und Gefühle der Kranken wird hier beschrieben. Der Autor schildert die Begebenheiten mit seiner Frau voller Emotionen, von Lachen und Weinen und mit aller Liebe. Das Buch geht an manchen Stellen unter die Haut. Alle Angehörigen von demenzkranken Partnern werden sich darin wiedersehen, alle anderen werden näher an diese teuflische Krankheit herangeführt.

Karl Heinz Elsner
Meine Frau, die Demenz und ich
12,90 €
ISBN-13: 9783962002541

 

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