....Wir sind wieder für Sie da....

25. Juni 2020

 

Neben unserem bestehenden Angebot von Telefonberatungen findet am Donnerstag 9.7. ab 16.30 Uhr die erste Selbhilfegruppe für Frühbetroffene Mensch mit Demenz  in der Breitestraße statt.

Selbstverständlich werden alle erforderlichen Hygienemaßnahmen eingehalten.

EIne Vorherige Anmeldung unter info@alzheimer-bonn.de oder telefonisch unter 0228 94499466 ist erforderlich.

Angebote der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz

 23. Juni 2020

 

 

Prävention von Delir im Krankenhaus

 
 
6. Juni 2020
Malteser-Krankenhaus Bonn: Qualitätsvertrag zur Prävention des
postoperativen Delirs
Das Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg und die AOK Rheinland/ Hamburg haben zum
Jahresanfang einen Qualitätsvertrag zur Prävention des postoperativen Delirs geschlossen.
Ziel des Qualitätsvertrages ist es, die stationäre Versorgung älterer Patientinnen und Patienten, die sich
einem operativen Eingriff unterziehen, zu verbessern und damit eine Senkung der Delir-Rate nach einer
Operation zu erreichen.
Das Delir ist eine akute Funktionsstörung des Gehirns, die unter anderem durch zeitliche und räumliche
Desorientiertheit, Verwirrtheit und Halluzinationen gekennzeichnet ist. Es zählt zu den häufigsten Komplikationen
bei geriatrischen Patientinnen und Patienten in der stationären Versorgung.
„Der alte Mensch ist schon lange im Fokus unseres Krankenhauses, so wurde bereits Mitte der 1970er
Jahre eine der ersten geriatrischen Stationen in Deutschland am Malteser Krankenhaus aufgebaut, daran
anknüpfend wird es mit dem Vertrag gelingen, die Versorgungsqualität unserer Patienten weiter zu verbessern.“,
so Carsten Jochum, Geschäftsführer des Malteser Krankenhauses.
Der zwischen AOK Rheinland/Hamburg und dem Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg
geschlossene Qualitätsvertrag verfolgt das Ziel, die kognitiven und physischen Funktionen der geriatrischen
Patienten während des gesamten Krankenhausaufenthaltes aufrecht zu erhalten. Eine möglichst
weitgehende Selbständigkeit der Patientinnen und Patienten soll erhalten und somit auch eine drohende
Pflegebedürftigkeit vermieden werden.

 

 17. Mai 2020

 

Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Demenz“

 

1. Was bedeutet der Begriff „Demenz“?

Aus dem Lateinischen übersetzt: „ohne Verstand“. Demenz ist ein Oberbegriff, der verschiedene mit dem Hauptmerkmal Vergesslichkeit behaftete Erkrankungen beinhaltet. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung (ca. 60 %).

 

2. Wie häufig ist die Demenz?

Z. Zt. leben etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Die Tendenz ist durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft steigend.

 

3. Welche Demenzformen gibt es außer der Alzheimererkrankung noch?

Die häufigsten Formen sind:
  • Hirndurchblutungsstörungen infolge von Arterienverkalkung (10-20%)
  • krankhafte Ablagerungen von Eiweißkörpern in verschiedenen Hirnarealen (Lewy-Körper-Demenz, frontotemporale Demenz) (10%)
  • Mischformen sind häufig
  • symptomatische und damit behandelbare Ursachen sollten ausgeschlossen werden, z.B.
    • Depression
    • Vitaminmangel (B1, B6, B12)
    • Alkoholerkrankung
    • Schilddrüsenerkrankung
    • das Gedächtnis beeinträchtigende Medikamente (z.B. Schlafmittel)

4. Wie wird die Diagnose gestellt?

Folgende diagnostische Bausteine sind wichtig, die zusammengesetzt eine Diagnose erlauben:
  1. Erhebung der Symptome und der Vorgeschichte
  2. Neurologische Untersuchung
  3. Gedächtnisuntersuchung mittels neuropsychologischer Testung
  4. Laboruntersuchungen
  5. bildgebende Verfahren des Gehirns (CCT, MRT)
  6. evtl. Untersuchung des Gehirnwassers (Liquor)

5. Kann man einer Demenz vorbeugen?

Die Demenz ist eine Erkrankung vorwiegend älterer Menschen. Folgende Faktoren können den Beginn einer Demenzerkrankung zeitlich hinausschieben:
  • gesunder Lebensstil mit mediterraner Kost
  • regelmäßige körperliche und geistige Aktivität
  • soziale Kontakte
  • konsequente Behandlung von Bluthochdruck und Zuckerkrankheit

6. Was ist eine normale Altersvergesslichkeit und wann ist es Demenz?

Ein schlechteres Kurzzeitgedächtnis, langsamere Reaktionen und ein schlechteres „Multi-Tasking“ finden sich häufig mit zunehmendem Alter. Wenn folgende Beschwerden über mehrere Monate sich langsam verschlechtern, sollte ein Arzt aufgesucht werden:
  • zeitliche und örtliche Orientierungsschwierigkeiten
  • zunehmende Lücken im Kurzzeitgedächtnis
  • Probleme bei alltäglichen Tätigkeiten (Ankleiden, Zubereiten einer Mahlzeit)
  • Sprach- und Schreibschwächen
  • sozialer Rückzug
  • Veränderung des persönlichen Charakters

7. Wie werden Demenzen behandelt?

Die Behandlung der Demenz basiert auf einer frühzeitigen Diagnose und richtet sich nach der Ursache wie folgt:
  • Symptomatische Demenz: Korrektur des Auslösers (z.B. Vitamin-Substitution)
  • Vaskuläre Demenz: Verbesserung der vaskulären (gefäßbedingten) Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes)
  • Alzheimer Demenz: bisher keine ursächliche Behandlung; in Frühstadien werden Acetylcholinesterase-Hemmer eingesetzt, bei stärkeren Einbußen der Wirkstoff Memantin. Die Medikamente sollen Gedächtnis und Alltagsfertigkeiten verbessern.
  • Ergotherapie oder Logopädie können als nicht-medikamentöse Behandlung eingesetzt werden.

Mit weiteren Medikamenten kann versucht werden, das Befinden (Stimmung, Angst, Unruhe, Gereiztheit) und die Alltagsfertigkeiten von Menschen mit Demenz zu verbessern.

 

8. Wie gehen Sie mit Demenzbetroffenen um?
  • immer freundliche und ruhige Zuwendung
  • einfache Sprache, kurze Sätze
  • keine Überforderung
  • keine ständigen Korrekturen des Verhaltens oder von Äußerungen
  • persönliche Anwürfe ertragen, nicht persönlich nehmen, nicht reagieren
  • bei körperlicher Aggression möglichst den Raum verlassen

9. Wer entscheidet über medizinische Behandlungen?

In einem frühen Stadium der Erkrankung Menschen mit Demenz selber. Später die von ihr/ihm im Rahmen einer Vorsorgevollmacht beauftragte Person.

Liegt keine Vollmacht vor, die in gesunden Zeiten erstellt werden sollte, setzt das Familiengericht einen gesetzlichen Betreuer ein, der/die auch ein Familienmitglied sein kann.

 

10. Was können Selbsthilfegruppen leisten?

  • Das gemeinsame Gespräch und der Austausch von Erfahrungen können entlastend wirken und helfen bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung

  • Tipps im Umgang mit betroffenen Angehörigen werden ausgetauscht

  • Unterstützungsangebote und die damit gemachten Erfahrungen werden bekannt

 
11. Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es für Menschen mit Demenz?
  • Ambulante Pflegedienste

  • Tagespflegeeinrichtungen

  • Alltagsbegleitung

  • Kurzzeitpflege im stationären Bereich

  • für Demenzbetroffene in fortgeschrittenen Krankheitsstadien Pflegeheime oder Wohngemeinschaften

Adressen für Bonn/Rhein-Sieg finden sich z. B. hier:
  • Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V.  Telefon 0228 94499466 oder 0228 38 62 85 3, E-Mail info@alzheimer-bonn.de
  • Bonner Altenhilfe  Telefon  0228-776463, E-Mail altenhilfe@bonn.de
  • im Seniorenwegweiser Rhein-Sieg http://seniorenwegweiser.eu/seniorenbroschuere/seniorenwegweiser-rhein-sieg-kreis
 

12. Haben Menschen mit Demenz Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung?

Bei medizinisch gesicherter Diagnose: Ja!

Der Pflegegrad richtet sich nach dem Unterstützungsbedarf im Alltag.

Anträge stellen Sie bei der Krankenkasse mit Hilfe des Hausarztes oder einer Beratungsstelle.

Auch ein Antrag auf Schwerbehinderung kann gestellt werden.

 

13. Wo bekommen Sie bei weiteren Fragen weitergehende Unterstützung?

  • Hausärzte
  • Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V.  Telefon 0228 94499466 oder 0228 38 62 85 3, E-Mail info@alzheimer-bonn.de
  • Bonner Altenhilfe  Telefon  0228-776463, E-Mail altenhilfe@bonn.de
  • Sozialpsychiatrische Zentren (SPZ) im Rhein-Sieg-Kreis  Telefon 02241 17780
    E-Mail skm@skm-rhein-sieg.de
     

14. Haben Sie ein Anrecht, die Diagnose zu erfahren?

Ja. Aber Sie dürfen auch auf Aufklärung verzichten.

 

 

Informationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum Thema Corona Virus und Demenz

21.April 2020

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Corona-Virus im Zusammenhang mit Demenz

 

2. April 2020

Liebe Interessenten,

für Ihre Fragen, eine Terminvereinbarung oder ein Beratungsgespräch stehen wir unter den folgenden Telefonnummern zur Verfügung:
Frau Müllers       0228 94 49 94 66
Frau Schneider   0228 38 62 85 3
 
oder Email: info@alzheimer-bonn.de
 
Gerne können Sie uns spezielle Fragestellungen auf unserem Kontaktformular zukommen lassen. Bitte geben Sie dann Ihre Rufnummer an, so dass ein persönlicher Telefonkontakt zur Beratung hergestellt werden kann.
 
Falls Sie eine Beratung durch einen Arzt wünschen, melden Sie sich bei Frau Müllers unter den oben angegebenen Kontaktdaten. Ihr Anliegen wird dann weiter vermittelt.
 
Vielen Dank!

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeit der Alzheimer Gesellschaft

20. März 2020

Liebe Interessenten an unserer Arbeit, liebe Angehörige,
aufgrund der unklaren Entwicklungen der Corona-Pandemie müssen leider zunächst bis auf weiteres alle Selbsthilfegruppen abgesagt werden. Diesen Schritt tun zu müssen, tut uns sehr leid. Wir als Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg möchten damit unseren Beitrag leisten, um die weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Dies ist nur möglich, wenn jeder Einzelne für sich in die "persönliche Quarantäne" geht.
Um dennoch Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen, werden wir intensiviert Telefon-Sprechstunden einrichten, unter der wir Ihnen zumindest telefonisch zur Verfügung stehen.
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.
Ihr
Andreas H. Jacobs
für den gesamten Vorstand der Alzheimer-Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg e.V.

 

Buchtipp

Frau Wolff wird wunderlich
Clara Wolff tut seltsame Dinge: Unverhofft steht sie im Garten ihres Sohnes und weiß nicht, wie sie hergekommen ist. Ehemals treusorgende Ehefrau, fängt sie an, Haushalt und Gatten zu vernachlässigen. Was ist nur los mit Frau Wolff? Alzheimer? Ein Wechselbad der Gefühle erleben Clara Wolff und ihre Familie, bis die Diagnose steht: Lewy-Body-Demenz. Über Phasen der Bagatellisierung, des Unverständnisses, der Wut und Trauer gelingt es allen schließlich, die Krankheit zu akzeptieren. Denn Clara Wolff bleibt in ihrer neuen Welt die alte: unternehmungslustig und liebenswert. Peter Wolffs Ratgeber zu Demenz macht mit der lebendigen Geschichte seiner Mutter Angehörigen von Menschen mit Demenz Mut, das Unabänderliche anzunehmen und schöne, ja auch komische Momente gemeinsam fröhlich zu genießen.

Peter Wolff, Köln, war als Betriebswirt tätig. Seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte er als freier Mitarbeiter bei der „Kölnischen Rundschau“ und beim „Kicker Sportmagazin“.

Meine Frau, die Demenz und ich

Die demente Ehefrau des Autors bekam 2017 die Diagnose Demenz. Auch wenn in den Monaten davor ihr Verhalten eigentlich auf altersbedingte Vergesslichkeit hindeutete, wurde der Umgang mit ihr immer schwieriger. Ihre Agressivität nahm zu, und die Unsicherheit wuchs. Der Autor schildert das Leben mit seiner kranken Ehefrau zu Hause, im Krankenhaus und im Seniorenheim. Das Auf und Ab der Launen und Gefühle der Kranken wird hier beschrieben. Der Autor schildert die Begebenheiten mit seiner Frau voller Emotionen, von Lachen und Weinen und mit aller Liebe. Das Buch geht an manchen Stellen unter die Haut. Alle Angehörigen von demenzkranken Partnern werden sich darin wiedersehen, alle anderen werden näher an diese teuflische Krankheit herangeführt.

Karl Heinz Elsner
Meine Frau, die Demenz und ich
12,90 €
ISBN-13: 9783962002541

 

Beratungsstelle

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Migrapolis - Haus der Vielfalt
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Voranmeldung: 0228 - 3 862 853

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